Fitnessübungen

Seien Sie ehrlich: Bei wem zwickt es nicht nach einem neunstündigen Arbeitstag vor dem Computer? Die Schultermuskulatur ist verhärtet, die Lendenregion schmerzt, vom Nacken steigt ein latenter Kopfschmerz auf. Meistens liegt das an unserem Rücken, an unserer Sitzposition und an zu wenig Bewegung – sowohl in der Arbeit als auch in der Freizeit. Um dem ganzen Thema ein wenig Esprit zu verleihen, haben wir für Sie fünf kleine, tierische Übungen zusammengetragen, die Sie unbedingt einmal ausprobieren sollten!

Die Schildkröte

Haben Sie jemals einer Schildkröte beim Fressen zugesehen? Vielleicht ist Ihnen dabei die spezifische Halsbewegung aufgefallen. Diese Bewegung mobilisiert die Halswirbelsäule und lockert Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Auch Kopfschmerzen, die durch Verspannungen entstehen, können Sie vorbeugen.
Rutschen Sie auf Ihrem Bürostuhl etwas nach vorne, damit Sie frei sitzen können. Setzen Sie sich aufrecht hin und stellen Sie Ihre Beine hüftbreit in einem angenehmen Winkel (am besten 90 Grad) auf den Boden. Legen Sie Ihre Hände entspannt in den Schoß.Schildkröte_web_neu Beginnen Sie mit der Übung, indem Sie Ihren Kopf langsam nach unten neigen und nach vorne schieben. Vorne unten angelangt heben Sie den Kopf wieder vorsichtig an und kehren nach hinten in die Ausgangsposition zurück. Stellen Sie sich vor, Sie würden mit der Nasenspitze einen Kreis malen: nach unten, nach vorne, nach oben und wieder nach hinten.Beachten Sie, dass Sie Ihren Hals nicht krampfhaft überdehnen! Die Übung soll schließlich entspannen und lockern. Versuchen Sie aber trotzdem, den größtmöglichen Kreis mit Ihrer Nasenspitze zu zeichnen.

Der Kranich

Kranich_web_neuDer Kranich ist die Gegenübung zur Schildkröte. Am besten sollten die beiden Übungen nacheinander ausgeführt werden, damit sich die Bewegungen ausgleichen.
Die Ausgangsposition ist dieselbe: aufrecht auf dem Stuhl sitzend, die Hände entspannt im Schoß abgelegt, die Beine hüftbreit im 90 Grad Winkel auf dem Boden.
Die Kreisbewegung mit Kopf und Hals absolviert der Kranich entgegengesetzt: Sie schieben den Kopf leicht nach hinten, neigen ihn nach oben und schieben ihn dann in einem geschmeidigen Kreis nach vorne unten. Von da führen Sie den Kreis mit Ihrer Nasenspitze weiter bis zum Ausgangspunkt. Sie malen also wieder einen Kreis – nur in die entgegengesetzte Richtung. Über hinten und oben nach vorne, über unten zurück.
Achten Sie darauf, dass Sie nicht krampfhaft versuchen, einen größtmöglichen Kreis zu zeichnen, sondern entspannen Sie sich einfach und stellen Sie sich das Tier vor. Schließen Sie am besten die Augen, um ihnen auch einen Moment Ruhe zu gönnen.

Das Faultier

Fauli_web_neuIm Büro können wir das Faultier eigentlich gar nicht gebrauchen. Wenn es aber um die Dehnung und Lockerung unserer Wirbelsäule sowie um die Mobilisierung unserer Schultermuskulatur geht, empfehlen wir Ihnen, sich einmal in dieses putzige Tier hineinzuversetzen.
Richten Sie sich auf, strecken Sie Ihre Arme in die Höhe und stellen Sie sich vor, Sie würden an Ästen emporklettern. Nutzen Sie die Gelegenheit, um auch Ihren Handgelenken etwas Gutes zu tun: Beugen und strecken Sie Ihre Hände, kreisen Sie damit, bringen Sie Bewegung in Ihre Gelenke! Strecken Sie sich nach den imaginären Ästen in Ihrem Büro um weiter nach oben zu klettern. Die Dehnung Ihrer Wirbelsäule und der umliegenden Muskelregionen regt die Durchblutung an und aktiviert die Wirbel von der Brustwirbelregion aufwärts.

Der Igel

Igel_web_neuEs ist nicht wundersam, wie ein kleiner Igel zu einem Stachelball wird? Diese Bewegung können Sie übernehmen und damit alle Rückenwirbel gemeinsam mobilisieren.
Setzen Sie sich wieder aufrecht auf Ihren Bürostuhl, rutschen Sie notfalls auf der Sitzfläche etwas nach vorne, damit die Lehne Ihre Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Dann neigen Sie langsam den Kopf nach unten und führen Sie Wirbel für Wirbel den Kopf vorsichtig in Richtung Schoß. Nehmen Sie alle Wirbel mit und atmen Sie tief in den Bauch. Sie werden sicher merken, wie angenehm es ist, die Wirbelsäule auch in diese Richtung zu dehnen.
Schließen Sie ruhig Ihre Augen und stellen Sie sich einen Igel vor, der sich in einem warmen Laubhaufen zusammengerollt hat. Keine Angst vor dem Rundrücken, den Sie dabei machen. Die nächste Übung wird das ausgleichen.

Der Pfau

Pfau_web_neuPfauen sind prächtige, stolze Tiere. Unsere letzte Übung ist an ihr Verhalten während der Balzzeit angelegt. Der farbenfrohe Pfauenhahn breitet seine Federkrone aus und schlägt das sogenannte Pfauenrad. Diese Bewegung können Sie nachahmen und damit Ihre Wirbel in die Gegenrichtung des Igels aktivieren.
Sie sitzen aufrecht da und führen Ihre Hände vom Schoß senkrecht nach oben, strecken die Arme hoch über den Kopf. Von dort aus führen Sie Ihre gestreckten Arme langsam seitlich nach unten und strecken das Brustbein nach vorne. Sie dürfen sich ruhig ein Hohlkreuz gönnen, auf diese Weise gleichen Sie den Rundrücken des Igels wieder aus.

Hinweis:

Wiederholen Sie diese tierischen Bewegungsabläufe mehrere Male
und führen Sie alle Bewegungen langsam und mit Bedacht aus.

 

Spüren Sie den Unterschied? Nach dieser kurzen, sportlichen Pause können Sie wieder munter und rückengesundheitlich erholt zur Tat schreiten. Wenn Sie sich jeden Tag einige dieser tierischen Fitnessübungen ins Gedächtnis rufen, wird sich Ihr Rücken täglich bei Ihnen bedanken!

Credits:

Die Illustrationen stammen von Michaela Seeberger, Marketing Managerin bei diedruckerei.de.