{"id":23316,"date":"2020-02-14T09:00:37","date_gmt":"2020-02-14T08:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.diedruckerei.de\/magazin\/?p=23316"},"modified":"2025-04-29T08:41:11","modified_gmt":"2025-04-29T06:41:11","slug":"kundenrueckgewinnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/kundenrueckgewinnung\/","title":{"rendered":"Kundenr\u00fcckgewinnung \u2013 das vernachl\u00e4ssigte Potenzial"},"content":{"rendered":"<p>Ehemalige Kunden sind in vielen F\u00e4llen relativ einfach davon zu \u00fcberzeugen, einem Unternehmen wieder ihr Vertrauen zu schenken. Doch dieses Potenzial liegt h\u00e4ufig brach oder wird nicht richtig ausgesch\u00f6pft. Nutzen Sie Ihre Chance und setzen Sie auf Kundenr\u00fcckgewinnung.<!--more--><\/p>\n<p>Wie wenig Kundenr\u00fcckgewinnung im Fokus steht, zeigt sich schon daran, dass sie so gut wie nie als m\u00f6gliches Marketingziel genannt wird. \u201e<a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/kundenakquise\/\">Kundenakquise<\/a>\u201c steht meist weiten oben bei den Zielen und auch die \u201e<a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/kundenbindung\/\">Kundenbindung<\/a>\u201c spielt in den vergangenen Jahren eine immer bedeutender werdende Rolle. Doch die Kundenr\u00fcckgewinnung fristet noch weitgehend ein Nischendasein.<\/p>\n<p>Wir zeigen, was f\u00fcr ein Potenzial in abgewanderten Kunden steckt und wie man am besten bei der Kundenr\u00fcckgewinnung vorgeht. Au\u00dferdem haben wir hilfreiche Tipps, damit Sie entsprechende R\u00fcckgewinnungsma\u00dfnahmen gar nicht erst nutzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#hintergrund\">Kundenr\u00fcckgewinnung als ein Unternehmensziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#vorteile\">Vorteile der Kundenr\u00fcckgewinnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#analyse\">Analyse des Kundenverlusts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#gruende\">Verlustursachen f\u00fcr die Kundenfluktuation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#potenzialnutzen\">Potenzial der Kundenr\u00fcckgewinnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#vorstufen\">Vorstufen zur Kundenr\u00fcckgewinnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#howto\">So funktioniert&#8217;s: Kundenr\u00fcckgewinnung in sechs Schritten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"hintergrund\"><\/a>Warum ist Kundenr\u00fcckgewinnung unbeliebt?<\/h2>\n<p>Im Gegensatz zur Kundenakquise und -bindung beziehungsweise deren St\u00e4rkung ist die Kundenr\u00fcckgewinnung ein Unternehmensziel, das reichlich \u201eunsexy\u201c daherkommt. Es hat n\u00e4mlich den Ruch des Versagens. Kunden zu verlieren bedeutet eine <strong>Niederlage<\/strong>, die sich niemand gerne eingesteht.<\/p>\n<p>Die daf\u00fcr zust\u00e4ndige Abteilung wird sich kaum vor der Chefetage damit br\u00fcsten wollen, die Kunden zur\u00fcckgeholt zu haben, die ihr vorher aus Unachtsamkeit oder Fehlern abhanden gekommen sind. Also sorgt sie in der Regel f\u00fcr die Gewinnung von neuen Kunden, die sich mit einer handfesten Zahl nachweisen lassen. \u00dcbersteigt deren Menge die der abtr\u00fcnnigen Kunden, steht insgesamt ein Erfolg im Raum und die entsprechende Abteilung gut da.<\/p>\n<blockquote><p>Kunden zu verlieren<br \/>\nbedeutet eine Niederlage<\/p><\/blockquote>\n<p>Doch auch in kleineren Unternehmen, wo sich derlei Geschehen nicht so leicht besch\u00f6nigen l\u00e4sst, h\u00e4lt man sich in puncto R\u00fcckgewinnung eher bedeckt. Unangenehmes wird manchmal verdr\u00e4ngt. Viele Unternehmer sch\u00e4tzen aber auch die Chancen, einen verlorenen Kunden zur R\u00fcckkehr zu bewegen, als gering ein. Dabei sind die im Normalfall sehr gro\u00df \u2013 wenn man ein paar Dinge beherzigt.<\/p>\n<h2><a name=\"vorteile\"><\/a>Vorteile der Kundenr\u00fcckgewinnung<\/h2>\n<p>\u00c4hnlich wie bei Ma\u00dfnahmen zur Festigung der Kundenbindung bieten auch Bem\u00fchungen zur R\u00fcckgewinnung von Kunden gro\u00dfes Potenzial und erhebliche Vorteile gegen\u00fcber der Neukundenakquise.<\/p>\n<ul>\n<li>Abgewanderte Kunden waren bereits von der Marke beziehungsweise dem Unternehmen <strong>\u00fcberzeugt<\/strong>. Man muss deshalb nicht bei Null anfangen, sondern findet gen\u00fcgend Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr eine erneute Gesch\u00e4ftsbeziehung.<\/li>\n<li>Der <strong>finanzielle Aufwand<\/strong> f\u00e4llt im Vergleich zu Aufwendungen f\u00fcr Neukundengewinnung gering aus. Meist liegt er doch weit unter 50 Prozent von den Betr\u00e4gen, die f\u00fcr Akquise-Aktionen f\u00e4llig werden.<\/li>\n<li>Austauschbare Produkte und Dienstleistungen sowie ges\u00e4ttigte M\u00e4rkte sorgen f\u00fcr erheblichen <strong>Preisdruck<\/strong>. Bestandskunden sind jedoch bereit mehr zu zahlen, da sie gleich bleibenden Service auf hohem Niveau und pers\u00f6nlichen Umgang sch\u00e4tzen. Verliert man gerade als kleineres Unternehmen Bestandskunden, sollte man dringend R\u00fcckgewinnungsma\u00dfnahmen einleiten, die sie zur\u00fcckholen.<\/li>\n<li>Wieder gewonnene Kunden erfahren durch eine Wiedergutmachung und die Bem\u00fchungen um sie eine gro\u00dfe <strong>Wertsch\u00e4tzung<\/strong>. Diese wird st\u00e4rker wahrgenommen als Neukunden-Aktionen und f\u00fchren deshalb auch leichter zu K\u00e4ufen beziehungsweise zu Vertragsabschl\u00fcssen.<\/li>\n<li>Die Zufriedenheit der zur\u00fcckkehrenden Kunden kann durch ein ausgekl\u00fcgeltes Kundenr\u00fcckgewinnungsmanagement und entsprechenden Anreizen so hoch sein, dass diese f\u00fcr <strong>zus\u00e4tzlichen Umsatz<\/strong> sorgen (siehe dazu auch <a href=\"https:\/\/wirtschaftslexikon.gabler.de\/definition\/cross-selling-29491\">Cross-Selling<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.vertriebslexikon.de\/cross-up-selling.html\">Up-Selling<\/a>).<\/li>\n<li>Kunden, die sich dank gut abgestimmter R\u00fcckholma\u00dfnahmen wertgesch\u00e4tzt f\u00fchlen, geben ihre positiven Erfahrungen weiter und sprechen oft auch <strong>Empfehlungen<\/strong> f\u00fcr das entsprechende Unternehmen aus (siehe auch <a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/empfehlungsmarketing\/\">Empfehlungsmarketing \u2013 Voraussetzung f\u00fcr die Neukundengewinnung<\/a>).<\/li>\n<li>Das Gegenteil ist der Fall, wenn sich niemand um die abgewanderten Kunden k\u00fcmmert. Sie entladen ihren \u00c4rger oft im Bekanntenkreis oder in den sozialen Netzwerken. <strong>Negative Kommentare<\/strong> und unsch\u00f6ne \u00f6ffentliche Diskussionen k\u00f6nnen die Folge sein.<\/li>\n<li>Durch ein gutes R\u00fcckgewinnungsmanagement gewinnen Sie zudem wichtige <strong>Erkenntnisse<\/strong> \u00fcber die Gr\u00fcnde, sich von Ihrem Unternehmen abzuwenden. Auf diese Weise k\u00f6nnen Sie an der <a href=\"#praevention\">Pr\u00e4vention <\/a>und der Kundenbindung arbeiten, um Kundenverluste zu vermeiden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"analyse\"><\/a>Analysiert: Wann ist ein Kunde verloren?<\/h2>\n<p>H\u00e4ufig bleibt es einige Zeit unbemerkt, dass ein Kunde dem Unternehmen den R\u00fccken gekehrt hat. Ausgenommen Gesch\u00e4ftsmodelle mit Vertragsbindung, bei denen eine schriftliche K\u00fcndigung erforderlich ist, meldet sich ein Kunde normalerweise nicht explizit ab. Er bleibt einfach weg. So geschieht die Abwanderung vorerst still und leise.<\/p>\n<blockquote><p>Ein Kunde meldet sich nicht ab.<br \/>\nEr bleibt einfach weg.<\/p><\/blockquote>\n<p>Deshalb ist es in manchen F\u00e4llen nur schwer einzusch\u00e4tzen, ob ein Kunde tats\u00e4chlich verloren ist. Um dies festzustellen, m\u00fcssen die \u00fcblichen Intervalle der Transaktionen f\u00fcr Produkte oder Dienstleistungen sowie das bisherige Verhalten des Kunden ber\u00fccksichtigt werden. Ist der Kunde einige Zeit \u201e\u00fcberf\u00e4llig&#8220; muss dies nicht gleich bedeuten, dass er sich einem Wettbewerber zugewandt hat. Doch sind auf jeden Fall pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen geboten, damit es gar nicht so weit kommt.<\/p>\n<h3>Die Phasen des Kundenverlusts<\/h3>\n<p>Einen Laufkunden oder einen mit hohem Aufwand gewonnenen Neukunden sieht man oft nach einem abgeschlossenen Gesch\u00e4ft nie wieder. Das ist nicht zwangsl\u00e4ufig als Niederlage zu werten, denn es steht nicht fest, ob sich der Kunde als wertvoll erwiesen h\u00e4tte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_kundenanalyse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image aligncenter size-large wp-image-24069\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_kundenanalyse-1024x576.jpg\" alt=\"Menschen sitzen um einen Tisch und analysieren Diagramme und Grafiken auf Papier und einem Tablet. Stifte, eine Kaffeetasse und Haftnotizen liegen bereit. Im Mittelpunkt stehen Teamarbeit, Datendiskussion und Strategien zur Kundenr\u00fcckgewinnung.\" width=\"696\" height=\"392\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir sprechen hier allerdings von den Stammkunden \u2013 und deren Verhalten sollte man stets genau beobachten. So k\u00f6nnen Sie im besten Fall pr\u00e4ventiv eine Abkehr vom eigenen Unternehmen vermeiden. Dabei hilft es, die unterschiedlichen Phasen dieser leisen Verabschiedung zu kennen:<\/p>\n<h4>Phase 1: der inaktive Kunde<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_kunden.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image wp-image-24079 alignleft\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_kunden-300x184.jpg\" alt=\"Eine Lupe fokussiert die l\u00e4chelnden Gesichter einer vielf\u00e4ltigen Gruppe von f\u00fcnf Personen und verdeutlicht so die Essenz der Kundenr\u00fcckgewinnung. Silhouetten von Menschen in formeller Kleidung bilden den Hintergrund und symbolisieren professionelle Einheit und Zusammenarbeit.\" width=\"232\" height=\"142\" \/><\/a>Sie hei\u00dfen auch \u201eSchl\u00e4fer\u201c oder \u201eschlafende Kunden\u201c. Hierbei kann es sich zum einen um die oben erw\u00e4hnten Lauf- und Neukunden handeln oder um langj\u00e4hrige Kunden, die gerade nicht aktiv sind. Haben Sie eine derartige Passivit\u00e4t lokalisiert, sollten Sie herausfinden, welche Gr\u00fcnde dahinterstecken:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kategorie Einmalk\u00e4ufer:<\/strong> Der Kunde ben\u00f6tigte nur einmal ein bestimmtes Produkt. Er ist also ein Neukunde, der nie zum Stammkunden wird. Hier lohnt sich in der Regel kein hoher Einsatz.<\/li>\n<li><strong>Projektbezogene K\u00e4ufe:<\/strong> Ein bislang loyaler Kunde buchte f\u00fcr ein jahrelanges Projekt bestimmte Dienstleistungen. Da das Projekt abgeschlossen ist, werden diese nicht mehr gebraucht. Bei diesem Kunden bietet es sich an, Ihr Unternehmen ab und an wieder in Erinnerung zu bringen, falls in der Zukunft wieder ein \u00e4hnliches Projekt anstehen sollte.<\/li>\n<li><strong>Ge\u00e4ndertes Kaufverhalten:<\/strong> Ein treuer Kunde kauft oder beauftragt nicht im \u00fcblichen Intervall. Dahinter k\u00f6nnen pers\u00f6nliche Gr\u00fcnde stecken, aber auch solche, die Ihr Unternehmen betreffen. Vielleicht war der Kunde beim letzten Abschluss unzufrieden oder hat ein verlockendes Angebot der Konkurrenz angenommen. In diesem Fall sollte m\u00f6glichst bald das R\u00fcckgewinnungsmanagement anlaufen. Bevor der Schl\u00e4fer zum wechselwilligen Kunden wird, m\u00fcssen erfolgversprechende Ma\u00dfnahmen zum Einsatz kommen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Phase 2: der wechselwillige Kunde<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung_wechselwilliger_kunde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image wp-image-24081 alignright\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung_wechselwilliger_kunde-300x253.jpg\" alt=\"Vier geschlossene wei\u00dfe T\u00fcren sind gleichm\u00e4\u00dfig entlang einer Wand mit eleganter dunkelblauer Damasttapete angeordnet. Der polierte Holzboden spiegelt die T\u00fcren und verleiht der Szene Tiefe. Dieses Bild von Auswahl und Geheimnis erinnert an Strategien, die der Kundenr\u00fcckgewinnung \u00e4hneln, und lockt mit Intrigen und M\u00f6glichkeiten.\" width=\"248\" height=\"209\" \/><\/a>Dieser Kundentyp ist nicht leicht zu erkennen, da er seinen Unmut selten an Ort und Stelle kundtut. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter mit Kundenkontakt deshalb daf\u00fcr, Anzeichen zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Dies gelingt am besten mit einem geschickt gew\u00e4hlten Instrumentarium aus <strong>Kundenbindung<\/strong> und R\u00fcckgewinnungs- beziehungsweise <strong>Beschwerdemanagement<\/strong>. Dies k\u00f6nnten Anzeichen f\u00fcr eine bevorstehende Abkehr sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Kunde kauft oder beauftragt in l\u00e4ngeren Intervallen nicht.<\/li>\n<li>Menge oder Wert des Auftrags sinkt stark.<\/li>\n<li>Auf Angebote reagiert der Kunde nur verhalten oder gar nicht.<\/li>\n<li>Kein Anzeichen mehr, sondern bereits der Wink mit dem Zaunpfahl: Der Kunde \u00e4u\u00dfert direkt Unzufriedenheit oder hinterl\u00e4sst negative Kommentare auf der Firmen-Homepage.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Phase 3: der verlorene Kunde<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_verlorener_Kunde_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image alignleft wp-image-24360\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_verlorener_Kunde_2-300x300.jpg\" alt=\"Abbildung eines Vermisstenplakats mit dem Portr\u00e4t einer Person im Anzug und mit Brille. Der Schriftzug \u201eMISSING\u201c ist in fetter Schrift \u00fcber dem Bild zu lesen, was an die Bem\u00fchungen der Kundenr\u00fcckgewinnung erinnert. Das Plakat ist mit zwei Klebestreifen auf einer grauen Oberfl\u00e4che befestigt.\" width=\"239\" height=\"239\" \/><\/a>Der \u00dcbergang zwischen wechselwilligen und verlorenen Kunden ist meist flie\u00dfend. Deshalb l\u00e4sst sich oft nicht sofort bestimmen, wenn ein Kunde mit dem Unternehmen abgeschlossen hat. Die oben genannten Anzeichen deuten \u2013 wenn zu sp\u00e4t erkannt \u2013 auch auf einen Kunden hin, der bereits verloren ist. Das muss er jedoch nicht bleiben, wenn schnell reagiert wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein entt\u00e4uschter Kunde zur\u00fcckkehrt, sinkt mit jedem Tag, der ungenutzt verstreicht.<\/p>\n<h2><a name=\"gruende\"><\/a>Verlustursachen: Warum wechseln Kunden das Unternehmen?<\/h2>\n<p>Es gibt diese extrem ges\u00e4ttigten M\u00e4rkte wie beispielsweise den Mobilfunkmarkt, wo Verbraucher st\u00e4ndig den Anbieter wechseln. Dort regiert der beste Preis f\u00fcr Serviceleistungen, die alle Mitbewerber in \u00e4hnlicher Form auch anbieten. In anderen Branchen hingegen, in denen Loyalit\u00e4t und Kundentreue h\u00e4ufig vorkommt, sind meistens nicht finanzielle, sondern andere, eher emotional bedingte Gr\u00fcnde entscheidend.<\/p>\n<h3>Vorteilsbezogene Gr\u00fcnde<\/h3>\n<p>Einige Konsumenten sind mitunter jahrelang Kunden eines Unternehmens und springen irgendwann ab, weil ein Wettbewerber den gleichen Service <strong>g\u00fcnstiger<\/strong> anbietet. Manchmal folgen sie auch dem Lockruf eines <strong>Neukundenangebots<\/strong>, weil sie sich von dem anderen Anbieter mehr Vorteile versprechen. Diese Art von Kunden neigt nicht zur Firmentreue. Sich um die R\u00fcckkehr dieser Kunden zu bem\u00fchen, ist nur sinnvoll, wenn ihr Deckungsbeitrag au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch war und der Verlust empfindliche Folgen f\u00fcr das Unternehmen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Etwas anders sieht es aus, wenn sich Kunden wegen <strong>mangelnder Qualit\u00e4t<\/strong> Ihres Angebots einem Wettbewerber zuwenden, weil dessen Produkt qualitativ hochwertiger ist (oder auch nur erscheint). Um diese Kunden lohnt es sich zu k\u00e4mpfen. Doch vorher m\u00fcssen Sie intern pr\u00fcfen, ob die Qualit\u00e4t wirklich gelitten hat und entsprechende Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine rasche Verbesserung ergreifen.<\/p>\n<h3>Emotionale Gr\u00fcnde<\/h3>\n<p>Zumindest bei langj\u00e4hrigen Kunden spielen Gef\u00fchle eine gr\u00f6\u00dfere Rolle als vern\u00fcnftige \u00dcberlegungen. Da ist selbst dann der Fall, wenn diese glauben, durchaus rational die Entscheidung f\u00fcr oder gegen ein bestimmtes Unternehmen zu treffen. Der Anlass kann mitunter eine Kleinigkeit sein, die sich \u201eunbehandelt&#8220; aber zu einer echten Verstimmung auswachsen kann.<\/p>\n<blockquote><p>Meist sind emotional bedingte Gr\u00fcnde entscheidend<\/p><\/blockquote>\n<p>Folgende Tatsachen k\u00f6nnen Kunden ver\u00e4rgern und ein Grund daf\u00fcr sein, dass sie sich Ihrem Unternehmen abwenden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Wechselnde Ansprechpartner<\/strong>: Das hat auch eine pragmatische Komponente, die sich auf die Kundenbeziehung auswirken kann. Ist es doch recht zeitraubend, wenn der Kunde sein Problem immer wieder erneut schildern muss und sich ein neuer Kundenbetreuer erst in den Fall einlesen muss. F\u00fcr den B2C-Konsumenten ist es \u00e4rgerlich, f\u00fcr den B2B-Kunden eventuell sogar gesch\u00e4ftssch\u00e4digend. Die Entscheidung f\u00fcr den Wechsel gibt aber vermutlich das Gef\u00fchl, nicht wichtig genug zu sein, um einen festen Ansprechpartner zu bekommen.<\/li>\n<li><strong>Keine Angebote<\/strong>: Wenn Neukunden mit allen m\u00f6glichen Aktionen und Rabatten gelockt werden, die Bestandskunden hingegen niemals lukrative Anreize erhalten, f\u00fchlen sich letztere zu Recht benachteiligt. In den meisten F\u00e4llen werden sie dann selbst zu Neukunden \u2013 nur eben bei einem anderen Unternehmen.<\/li>\n<li><strong>Unfreundliche Behandlung<\/strong>: Es kommt vielleicht nur einmal vor, aber dieses eine Mal kann bereits zu viel sein. Ein Mitarbeiter, der einen schlechten Tag hat oder generell dazu neigt, vergreift sich beim Gespr\u00e4ch mit dem Kunden im Ton. Oder ein Kundenbetreuer trifft unwissentlich durch eine Bemerkung einen wunden Punkt. Eventuell gen\u00fcgt ein solcher Ausrutscher, dass der Kunde sich abwendet. Zumindest wird er es tun, wenn sich die Kr\u00e4nkung fortsetzt.<\/li>\n<li><strong>Mangelnder Respekt<\/strong>: Auch wer h\u00f6flich behandelt wird, kann sich nicht ernst genommen f\u00fchlen. Das ist etwa dann der Fall, wenn der Kundenbetreuer nicht richtig zuh\u00f6rt und so unter Umst\u00e4nden den Kundenwunsch auch falsch interpretiert. Die gleiche Wirkung ergibt sich, wenn man den Kunden \u201ewohlwollend\u201c behandelt oder ihm Dinge erkl\u00e4rt, die er sich mit einem durchschnittlichen Bildungsgrad selbst erschlie\u00dfen kann. Besondere Vorsicht ist bei empfindlichen Kunden geboten, die auch vermeintlich harmlose \u00c4u\u00dferungen als despektierlich auffassen.<\/li>\n<li><strong>Keine Wertsch\u00e4tzung<\/strong>: Manchmal muss man es mit einer Geste ausdr\u00fccken, wie wichtig ein Kunde ist. Das kann durch ein Geschenk geschehen oder einfach dadurch, indem man sich bei dem Kunden bedankt.<\/li>\n<li><strong>Fruchtlose Beschwerden<\/strong>: Es kann immer wieder einmal etwas schiefgehen. Das ist normal und verursacht in der Regel keine weiteren Schwierigkeiten, wenn das Problem behoben wird. Passiert von Unternehmensseite her nichts, zumal, wenn der Kunde sich bereits beschwert hat, stellt das einen triftigen Grund f\u00fcr einen Wechsel dar.<\/li>\n<li><strong>Aufdringliche Nachfragen<\/strong>: St\u00e4ndig werden Konsumenten aufgefordert, Feedback zu geben. Das ist aus Sicht der Unternehmer nat\u00fcrlich sinnvoll, aber bei diesem inflation\u00e4ren Auftreten f\u00fcr die Verbraucher nervt\u00f6tend und zeitraubend, wie wir selbst alle wissen. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit Outbound-Aktivit\u00e4ten, die viele Kunden als aufdringlich empfinden. Hier ist es extrem wichtig, die Balance zu finden zwischen berechtigtem Unternehmerinteresse und den Befindlichkeiten der Klientel. Diese sollte man gut kennen, denn was der eine Kunde als \u00fcbergriffig interpretiert, wei\u00df der andere als Service-Angebot zu sch\u00e4tzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"potenzialnutzen\"><\/a>Wann lohnt sich die Kundenr\u00fcckgewinnung?<\/h2>\n<p>Nicht nur Kunden, auch Unternehmer treffen manchmal emotionale Entscheidungen. Wenn ein sympathischer Kunde abspringt, m\u00f6chte man ihn vielleicht zur\u00fcckgewinnen, obwohl er der Firma unter Umst\u00e4nden kaum Gewinn eingebracht hat. Das ist legitim, sollte jedoch nicht mit allzu hohem Aufwand betrieben werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_kosten_nutzen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image aligncenter size-large wp-image-24071\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_kosten_nutzen-1024x683.jpg\" alt=\"Ein Mann im Anzug balanciert unsicher auf einem Holzbrett, das an einem Ende mit \u201eBENEFITS\u201c und am anderen mit \u201eCOST\u201c beschriftet ist. Er thront auf einer riesigen schwarzen Kugel. Hinter ihm veranschaulichen gesch\u00e4ftsbezogene Kritzeleien und Diagramme Strategien zur Kundenr\u00fcckgewinnung.\" width=\"696\" height=\"464\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wann sich Kundenr\u00fcckgewinnung wirklich rechnet:<\/p>\n<ul>\n<li>Bei Kunden, die f\u00fcr <strong>hohe Ums\u00e4tze<\/strong> und damit f\u00fcr einen ebenso stattlichen <strong>Deckungsbeitrag<\/strong> sorgen: Letzterer ist entscheidend, wenn es um die Rentabilit\u00e4t der Kundenr\u00fcckgewinnung geht. Den Deckungsbeitrag ermittelt man, indem man die Ums\u00e4tze des Kunden den durch ihn verursachten Kosten gegen\u00fcberstellt. Diese Kosten bestehen beispielsweise aus eingekauften Leistungen Dritter oder Geld f\u00fcr Material.<\/li>\n<li>Bei Kunden, die durch <a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/empfehlungsmarketing\/\">Empfehlungen<\/a> laufend <strong>neue Kunden<\/strong> ins Unternehmen bringen: Bleibt ein solch wertvoller Kunde weg, fehlt Ihnen in Zukunft nicht nur die kostenlose Akquise, sondern droht im ung\u00fcnstigsten Fall auch eine Abwanderung der mitgebrachten Kunden.<\/li>\n<li>Bei Kunden mit einem <strong>guten Ruf<\/strong>: Diese Kundschaft ist vor allem im <strong>B2B-Bereich<\/strong> von gro\u00dfer Bedeutung. Denn ein gro\u00dfer Name zieht meist andere Firmenkunden nach sich und macht sich gut in den Referenzen. Wechselt eine derartige Branchengr\u00f6\u00dfe den Anbieter, sorgt das f\u00fcr Nachahmer und eventuell negative Schlagzeilen in der Fachpresse. Da der sich ergebende Domino-Effekt nicht kalkuliert werden kann, empfiehlt es sich, s\u00e4mtliche Hebel in Bewegung zu setzen, um solche Kunden zur\u00fcckzuholen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"vorstufen\"><\/a>Vorstufen zur Kundenr\u00fcckgewinnung<\/h2>\n<p>Am besten ist es nat\u00fcrlich, wenn der Fall, einen Kunden zur\u00fcckgewinnen zu m\u00fcssen, gar nicht erst eintritt. Deshalb sollte man seinen Kundenstamm immer genau im Blick haben, um eine aufwendige Kundenr\u00fcckgewinnung zu vermeiden.<\/p>\n<h3><a name=\"praevention\"><\/a>Pr\u00e4vention<\/h3>\n<p>Detailreiche Datenbanken verraten alles N\u00f6tige \u00fcber das Kundenverhalten, um rechtzeitig erkennen zu k\u00f6nnen, wann sich das Muster \u00e4ndert. Deutliche Warnzeichen sind beispielsweise geringeres Auftragsvolumen, weniger Transaktionen, l\u00e4ngere Intervalle ohne Gesch\u00e4ftskontakt und Beschwerden.<\/p>\n<blockquote><p>Achten Sie auf deutliche Warnzeichen wie ein geringeres Auftragsvolumen<span style=\"font-family: Verdana, Geneva, sans-serif; font-size: 15px; color: #222222;\">\u00a0<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Finden Sie m\u00f6glichst schnell heraus, woran die Unzufriedenheit des Kunden liegen k\u00f6nnte. Lief in letzter Zeit einiges schief, ohne dass Sie f\u00fcr eine entsprechende Entschuldigung gesorgt haben? Gingen Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter nicht genug auf die W\u00fcnsche des Kunden ein? \u00dcberlegt der Kunde, ob er beim n\u00e4chsten Mal ein anderes Unternehmen beauftragen soll, haben Sie noch Gelegenheit, die Vers\u00e4umnisse der j\u00fcngsten Zeit nachzuholen. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re zum Beispiel eine Entschuldigungskarte inklusive Gutschein, kleinem Pr\u00e4sent oder einem ma\u00dfgeschneiderten Angebot.<\/p>\n<h3>Revitalisierung<\/h3>\n<p>Bei der Revitalisierung geht es darum, inaktive Kunden zu animieren. Diese sind nicht unbedingt wechselwillig, sondern zeigen oft nur kein regelm\u00e4\u00dfiges Muster in ihrem Kaufverhalten. In vielen F\u00e4llen handelt es sich um Gelegenheitsk\u00e4ufer, die nicht so konsumfreudig sind oder bei unterschiedlichen Anbietern kaufen bzw. buchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_customerlove.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image wp-image-24070 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenrueckgewinnung_customerlove-300x230.jpg\" alt=\"Eine Person h\u00e4lt eine kleine Karte mit der Aufschrift \u201eWir \u2665 Kunden\u201c in der Hand, um die Bedeutung der Kundenr\u00fcckgewinnung zu betonen. Das Herzsymbol ist rot gezeichnet, w\u00e4hrend der Hintergrund unscharf bleibt und so den Fokus auf die herzliche Botschaft lenkt.\" width=\"300\" height=\"230\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Versandh\u00e4ndlern kennt man diese E-Mails, die mit \u201eWir vermissen Sie\u201c beginnen. Das funktioniert h\u00e4ufig in Verbindung mit der Pr\u00e4sentation der neusten Produkte. In anderen Bereichen ist mehr Einfallsreichtum gefragt. Haben Sie den Eindruck, ein Kunde beauftragt mehr die Wettbewerber als Ihr Unternehmen, m\u00fcssen Sie besser sein.<\/p>\n<p>Analysieren Sie das Profil des Kunden, um ihm ma\u00dfgeschneidert genau das zu bieten, was er braucht. Erg\u00e4nzen Sie ein spezifisches Angebot gegebenenfalls um einen zus\u00e4tzlichen Service, um sich abzusetzen. Wichtig: Machen Sie dem Kunden eine erneute Beauftragung so einfach wie m\u00f6glich, zum Beispiel durch eine Antwortfunktion in der E-Mail.<\/p>\n<div class=\"custom-background-grey\">\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Kundenr\u00fcckgewinnung ohne Nachhaltigkeit<br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-23448 alignright\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung-Call-Center-300x141.jpg\" alt=\"Eine Frau mit Headset l\u00e4chelt und blickt nach links. Sie verk\u00f6rpert die Kunst der Kundenr\u00fcckgewinnung. Neben ihr suggeriert die Silhouette einer weiteren Person mit Headset Teamwork. Der Hintergrund ist wei\u00df.\" width=\"300\" height=\"141\" \/>In besonders umk\u00e4mpften M\u00e4rkten gibt es schon seit Jahren <strong>R\u00fcckholaktionen<\/strong>. Diese zeugen aber meist davon, dass die Kunden vorher nicht zufriedengestellt wurden und deshalb nicht immer erfolgreich sind. Zwei Beispiele:<\/p>\n<p><strong>Wunschtarif nur durch K\u00fcndigung:<\/strong><\/p>\n<p>Kunde A hat seinem Mobilfunkanbieter gek\u00fcndigt, weil Neukunden st\u00e4ndig attraktive Angebote erhalten, er als Stammkunde hingegen nicht. Sein Wunschtarif ist auf der Homepage ohnehin nicht aufgef\u00fchrt, bei der Konkurrenz jedoch schon. Nach der schriftlichen K\u00fcndigung erh\u00e4lt er einen Anruf des Anbieters, den er verlassen will. Die freundliche Dame aus dem Callcenter fragt, wie der passende Tarif f\u00fcr ihn aussehen m\u00fcsse. Wie durch ein Wunder gab es diesen dann doch. Kunde A war ver\u00e4rgert, dass er diesen erst nach seiner K\u00fcndigung vorgeschlagen bekam. Er bleibt nur bei dem bisherigen Anbieter, weil er die Umst\u00e4nde des Wechsels scheut.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> In diesen M\u00e4rkten sind gro\u00dfe Kundenverluste an der Tagesordnung. Diese werden regelm\u00e4\u00dfig durch die Anwerbung von Neukunden kompensiert. Durch Vertragsbindungen m\u00fcssen die Kunden zun\u00e4chst bleiben, weshalb guter Service meistens nicht angesagt ist. Erst wenn die K\u00fcndigungen kommen, werden sie aktiv. Die Masche ist allzu durchschaubar und funktioniert nur wegen der Bequemlichkeit der Konsumenten.<\/p>\n<p><strong>Versp\u00e4tete Ma\u00dfnahmen zur Kundenr\u00fcckgewinnung:<\/strong><\/p>\n<p>Kunde B ist freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Die erste Krankenkasse hat er bereits vor einigen Jahren verlassen. Der Beitrag war ihm zu teuer, der Service eher m\u00e4\u00dfig. Genau von dieser ehemaligen Kasse meldet sich nach einem halben Jahrzehnt ein Kundenberater. Man habe bei der XY-Kasse nun ganz tolle Angebote, ob er nicht zur\u00fcckkommen wolle? Kunde B lehnt nach kurzer \u00dcberlegung ab, da seine aktuelle Versicherung die gleichen Leistungen bietet, g\u00fcnstiger ist und er sich dort besser aufgehoben f\u00fchlt.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Der Zeitraum ist zun\u00e4chst schon einmal viel zu lang. Wer nach Jahren eine R\u00fcckholaktion startet, muss schon exzellente Tr\u00fcmpfe im \u00c4rmel haben. Bei gleichem Angebot zu h\u00f6herem Preis steht da ein Kundenberater auf verlorenem Posten.<\/p>\n<\/div>\n<h2><a name=\"howto\"><\/a>So funktioniert&#8217;s: Kundenr\u00fcckgewinnung in sechs Schritten<\/h2>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Unternehmen verf\u00fcgen mitunter \u00fcber ein ausgekl\u00fcgeltes <strong>Kundenr\u00fcckgewinnungsmangement<\/strong>, was den Mitarbeitern klare Handlungsanweisungen liefert. Es sind bis dato aber nur einige. Weniger organisiert gehen in der Regel kleinere Unternehmen vor, die allerdings auch einen direkteren Draht zu ihren Kunden haben und schneller reagieren k\u00f6nnen. Unabh\u00e4ngig von Branche oder Unternehmensgr\u00f6\u00dfe kann ein strategisches Vorgehen nach den folgenden Schritten sinnvoll sein:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"#basis\">Basis schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#zustaendigkeiten\">Zust\u00e4ndigkeiten kl\u00e4ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#ursachen\">Ursachen analysieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#massnahmen\">Ma\u00dfnahmen festlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#umsetzung\">Kundenr\u00fcckgewinnung umsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#erfolgskontrolle\">Erfolgskontrolle durchf\u00fchren<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<h3><a name=\"basis\"><\/a>Schritt 1: Basis schaffen<\/h3>\n<p>Um im Ernstfall gleich agieren zu k\u00f6nnen, sollte schon alles f\u00fcr die Kundenr\u00fcckgewinnung vorbereitet sein. Denn mit einem durchdachten Kundenr\u00fcckgewinnungsmanagement kann das Unternehmen schneller auf Kundenfluktuation und Abwanderung reagieren. Denn je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger gestaltet sich die Kundenr\u00fcckgewinnung. F\u00fcr eine zeitnahe Reaktion sind im Wesentlichen zwei Punkte entscheidend: welche Kunden und wie kann man sie zur\u00fcckholen.<\/p>\n<h4>Welche Kunden sollen zur\u00fcckgeholt werden?<\/h4>\n<p>Nat\u00fcrlich sollten alle Kunden einen gleich guten Service erfahren. Wenn es aber darum geht, aufwendige Aktionen f\u00fcr eine Wiedergewinnung zu starten, muss man unterscheiden: Welcher Kunde ist es wert, in den Genuss einer attraktiven R\u00fcckholaktion zu kommen? F\u00fcr wen sollte man gar das ganz gro\u00dfe Marketinginstrumentarium auspacken?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Eventorganisation_Zielgruppe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image aligncenter size-large wp-image-23738\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Eventorganisation_Zielgruppe-1024x556.jpg\" alt=\"Eine bunt gemischte Gruppe von Menschen, die sich in einem hellen Raum locker unterhalten und Tassen halten, verk\u00f6rpert Kundenr\u00fcckgewinnung. Dar\u00fcber ist eine Zielscheibe mit Pfeil als Symbol f\u00fcr Ziele oder Fokus eingelegt. Die Atmosph\u00e4re wirkt entspannt und freundlich.\" width=\"696\" height=\"378\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei kleinen Betrieben mit nur wenigen pers\u00f6nlich bekannten Kunden ist diese Frage wohl \u00fcberfl\u00fcssig, da jeder einzelne wichtig ist. Bei gr\u00f6\u00dferen Unternehmen mit mehreren Angestellten empfiehlt es sich, die Kunden in der Datenbank zu klassifizieren \u2013 in <strong>Premiumkunden<\/strong> mit viel Umsatz und Kunden mit weniger und ganz wenig Umsatz. Oft ist diese Einteilung ohnehin schon vorhanden. Schlie\u00dflich geht es ja auch f\u00fcr Weihnachten darum, welcher Kunde ein Geschenk und welcher nur eine Karte erh\u00e4lt. Bei Kunden mit hohem Deckungsbeitrag sollte selbstverst\u00e4ndlich bereits gro\u00dfe Achtsamkeit in die Pr\u00e4vention gesteckt werden. Verliert man dennoch einen von ihnen, kann durch die vorherige Klassifizierung viel Zeit gespart werden.<\/p>\n<p>Eventuell geht es auch darum, dass ganze <strong>Kundengruppen<\/strong> wegbrechen. Zum Beispiel kann nach einer Modernisierung des Angebots der Anteil der \u00e4lteren Klientel sp\u00fcrbar zur\u00fcckgehen. Die Frage dabei ist: Inwieweit ist es sinnvoll, diese Kunden zur\u00fcckzuholen, wenn man unter Umst\u00e4nden \u00fcberhaupt keine passenden Produkte mehr f\u00fcr diese Gruppe bietet?<\/p>\n<div class=\"custom-background custom-background-donts\">\n<p><strong>Schnell sein lohnt sich!<\/strong>\u00a0Je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger gestaltet sich die Kundenr\u00fcckgewinnung.<\/p>\n<\/div>\n<h4>Welche \u201eK\u00f6der\u201c gibt es f\u00fcr die Kundenr\u00fcckgewinnung?<\/h4>\n<p>\u201eK\u00f6der\u201c ist in diesem Zusammenhang ein g\u00e4ngiger Begriff, aber nicht wirklich passend. Schlie\u00dflich soll den Kunden nach dem Anbei\u00dfen kein schreckliches Schicksal ereilen, sondern eine Gesch\u00e4ftsbeziehung erwarten, die ihn rundum zufriedenstellt. Genau das muss in der R\u00fcckholaktion bereits zum Ausdruck kommen.<\/p>\n<p>Was hier zum Einsatz kommen kann, sollte bereits im Vorfeld gekl\u00e4rt sein. Die Instrumente richten sich nach der Wichtigkeit der Kunden, deren Bed\u00fcrfnissen, aber auch nach den Gr\u00fcnden, die f\u00fcr die Beendigung der Gesch\u00e4ftsbeziehung verantwortlich waren.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche \u201eK\u00f6der\u201c k\u00f6nnen sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Rabatt, Gutschein<\/li>\n<li>Entsch\u00e4digungszahlung<\/li>\n<li>Nachbesserung<\/li>\n<li>Geschenk<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das sind die materiellen Instrumente, die bei kurzfristigen Kundenkontakten und in M\u00e4rkten mit hoher Fluktuation durchaus Erfolg zeigen. Geht es um langfristige Gesch\u00e4ftsbeziehungen spielt die <strong>emotionale Komponente<\/strong> die Hauptrolle. Diese Kunden sind keine Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger, sondern legen Wert auf besten Service und Verl\u00e4sslichkeit. Eines der oben genannten Lockmittel kann allenfalls als Beigabe fungieren \u2013 zu einem Angebot, das auf den Kunden zugeschnitten wird.<\/p>\n<h3><a name=\"zustaendigkeiten\"><\/a>Schritt 2: Zust\u00e4ndigkeiten und Kontaktaufnahme kl\u00e4ren<\/h3>\n<p>Handelt es sich um ein Gro\u00dfunternehmen oder einen Konzern, m\u00fcssen die Zust\u00e4ndigkeiten gekl\u00e4rt sein: Wer kontaktiert den abtr\u00fcnnigen Kunden? F\u00fchrt der Kundenberater, der Verk\u00e4ufer oder die Unternehmensf\u00fchrung selbst das Gespr\u00e4ch? Dabei k\u00f6nnen die Zust\u00e4ndigkeiten je nach Klassifizierung des Kunden und Ursache der Verstimmung variieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image aligncenter size-large wp-image-23477\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung-1024x600.jpg\" alt=\"Nahaufnahme von zwei Personen in Gesch\u00e4ftskleidung, die sich \u00fcber einen Holztisch hinweg die H\u00e4nde sch\u00fctteln und damit eine Vereinbarung oder Partnerschaft mit dem Ziel der Kundenr\u00fcckgewinnung signalisieren. Andere Personen in Anz\u00fcgen sind teilweise im Hintergrund sichtbar, was die gemeinsame Anstrengung unterstreicht.\" width=\"696\" height=\"408\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie die Kontaktaufnahme aussehen soll, h\u00e4ngt von mehreren Faktoren ab. Eine E-Mail bietet sich nur bei Branchen mit hohem Wechselfaktor, gro\u00dfen Kundengruppen oder niedrigen Deckungsbeitr\u00e4gen an.<\/p>\n<p>Bei Premiumkunden sollte die Wertsch\u00e4tzung deutlicher erfolgen. Etwa in Form eines pers\u00f6nlichen Anrufs, den nicht gerade der Praktikant t\u00e4tigt. Kunden, die nicht gerne am Telefon \u00fcberrumpelt werden, bekommen besser einen Brief \u2013 mit pers\u00f6nlichen Worten, auf wertigem Papier und mit Briefmarke auf dem Kuvert, in dem man ihnen ein ma\u00dfgeschneidertes Angebot unterbreitet.<\/p>\n<h3><a name=\"ursachen\"><\/a>Schritt 3: Ursachen analysieren<\/h3>\n<p>Eine analytische Vorgehensweise bedeutet, die verlorenen Kunden \u00fcberhaupt herauszufiltern. Sind diese identifiziert, kann die eigentliche Ursachenforschung beginnen. Vor dem Kundenkontakt sollte Folgendes passieren:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schwachstellen<\/strong> <strong>im Unternehmen<\/strong> <strong>aufdecken:<\/strong> Eine schonungslose Bestandsaufnahme s\u00e4mtlicher Bereiche deckt verbesserungsw\u00fcrdige Punkte auf. Unter Einbeziehung m\u00f6glichst aller Mitarbeiter werden diese Minuspunkte geortet und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten erarbeitet. War eine dieser Schwachstellen f\u00fcr die Abkehr verantwortlich, l\u00e4sst sich mit der Kontaktaufnahme gleich ein optimiertes Angebot unterbreiten.<\/li>\n<li><strong>Fehler in der Kundenbeziehung lokalisieren:<\/strong> Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Sie den Kunden einfach fragen, welche Gr\u00fcnde den Ausschlag f\u00fcr seine \u201estille K\u00fcndigung\u201c gaben. Ein einf\u00fchlsames Gespr\u00e4ch in dieser Richtung enth\u00fcllt nicht nur die Ursachen, sondern vermittelt dem Kunden gleichzeitig ein Gef\u00fchl der Wertsch\u00e4tzung. Dennoch lohnt es sich, vor der Kontaktaufnahme die wahrscheinliche Ursache herauszufinden. Auf diese Weise l\u00e4sst sich im Vorfeld ein passendes Ma\u00dfnahmenpaket schn\u00fcren und auf eventuelle Einw\u00e4nde des Kunden besser reagieren.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"custom-background custom-background-dos\">\n<p><strong>Unser Tipp:<\/strong> Starten Sie mit der Analyse sofort nach Bemerken des Kundenschwunds. Idealerweise wird das Unternehmen regelm\u00e4\u00dfig im Hinblick auf Schwachstellen \u00fcberpr\u00fcft und nicht erst, wenn der Kundenstamm br\u00f6ckelt.<\/p>\n<\/div>\n<h3><a name=\"massnahmen\"><\/a>Schritt 4: Ma\u00dfnahmen zur Kundenr\u00fcckgewinnung festlegen<\/h3>\n<p>Um m\u00f6glichst rasch reagieren zu k\u00f6nnen, sollten das grunds\u00e4tzliche Vorgehen und die Basisinstrumente allen involvierten Mitarbeitern (Vertrieb, Service etc.) bekannt sein. Handelt es sich um ganze Kundengruppen, k\u00f6nnen die entsprechenden Abteilungen auf diese Weise selbstst\u00e4ndig und kurzfristig handeln. Dank dieser Flexibilit\u00e4t haben Sie die Chance schnell gegenzusteuern und die Kunden zu halten.<\/p>\n<p>A-Kunden erwarten eine besondere Wertsch\u00e4tzung, vor allem, wenn ein Mangel am Produkt oder der Dienstleistung der Grund f\u00fcr ihre Abkehr waren. F\u00fcr diese wichtige Zielgruppe m\u00fcssen Sie ma\u00dfgeschneiderte Pakete schn\u00fcren, die Sie selbst oder ein perfekt gebriefter Mitarbeiter pr\u00e4sentieren. \u00dcber etwaige Sonderkonditionen sollte aber unbedingt die gesamte Belegschaft informiert werden. Nur so k\u00f6nnen Sie verhindern, dass nach erfolgreicher Kundenr\u00fcckgewinnung durch Unwissenheit der eigenen Mitarbeiter neue Missgeschicke passieren.<\/p>\n<div class=\"custom-background custom-background-dos\">\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Die Art und Weise der Kontaktaufnahme ist bereits Teil des Ma\u00dfnahmenpakets. Kundengruppen oder umsatzschwache Klientel kontaktiert man in der Regel per E-Mail, Serienbrief oder Callcenter-Anruf. Premiumkunden bekommen einen Brief oder einen Anruf Ihres Ansprechpartners beziehungsweise eines Mitglieds der Chefetage.<\/p>\n<\/div>\n<p>Wie folgt oder \u00e4hnlich k\u00f6nnten Ihre Ma\u00dfnahmen zur Kundenr\u00fcckgewinnung aussehen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Geldwerte Vorteile<\/strong> in Form von Gutscheinen und Rabatten sowie Gewinnspiele wirken sich oft positiv bei der Revitalisierung von inaktiven Kunden aus, eignen sich jedoch kaum f\u00fcr die R\u00fcckgewinnung langj\u00e4hriger Ex-Kunden.<\/li>\n<li><strong>Entsch\u00e4digungszahlungen<\/strong> sind nicht nur eine Ma\u00dfnahme zur Kundenr\u00fcckgewinnung, sondern auch eine Frage der Haltung. Selbst wer nicht zu einer Zahlung verpflichtet ist, gewinnt durch eine angemessene Entsch\u00e4digung an Ansehen und an neuen Kunden, die \u00fcber Empfehlungen kommen.<\/li>\n<li><strong>Geschenke<\/strong> sind meistens willkommen, wenn sie eine gewisse Wertigkeit vermitteln und zu Unternehmen und Kunden passen.<\/li>\n<li><strong>Einladungen<\/strong> zu Firmenevents zeigen dem Kunden, wie wichtig er dem Unternehmen ist. Die Bedeutungsunterschiede sind vielf\u00e4ltig: Von der losen Einladung zur Teilnahme an einer f\u00fcr jedermann offenen Veranstaltung bis hin zur Exklusiv-Einladung zum Gala-Diner mit \u00dcbernachtung im Sternehotel gibt es diverse Abstufungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung_entschuldigung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image aligncenter size-large wp-image-24073\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung_entschuldigung-1024x727.jpg\" alt=\"Eine \u00fcberraschte Frau blickt auf eine Hand, die ihr ein Geschenk \u00fcberreicht, auf einem Laptop-Bildschirm und verk\u00f6rpert damit eine innovative Strategie zur Kundenr\u00fcckgewinnung. Sie sitzt mit Tasse, Notizblock und Pflanzen an einem Schreibtisch. Der gut beleuchtete Raum schafft eine fr\u00f6hliche Atmosph\u00e4re.\" width=\"696\" height=\"494\" \/><\/a><\/p>\n<h4>Beispiel: Kundenr\u00fcckgewinnung von Premiumkunden<\/h4>\n<p>Bei Kunden, die man auf jeden Fall zur\u00fcckgewinnen will, sollte man nichts dem Zufall \u00fcberlassen. A und O des Erfolgs sind hier eine sehr gute Kenntnis des Kunden und seiner Befindlichkeiten sowie die Ursachenanalyse. Alles Wissenswerte befindet sich am besten auch in der Datenbank, so dass auch neue Mitarbeiter oder Auszubildende jederzeit wissen, wie der Kunde tickt. Das Procedere kann so aussehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Analysieren Sie gemeinsam mit dem Ansprechpartner des Kunden im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch ein gew\u00fcnschtes Vorgehen. Wie k\u00f6nnen Sie sich im Falle eines Fehlers <strong>entschuldigen<\/strong>, bei Vers\u00e4umnissen <strong>nachbessern<\/strong> oder bei einem attraktiveren Angebot der Konkurrenz <strong>aufr\u00fcsten<\/strong>? Es geht darum, den Verlustursachen auf den Grund zu gehen und so genau das zu vermeiden, was den Kunden vertrieben hat. Nur mit diesem Wissen k\u00f6nnen Sie k\u00fcnftig vermeiden, was den Kunden nicht zufriedenstellte.<\/li>\n<li>\u00dcberlegen Sie, wie Sie dem Kunden eine <strong>Freude machen<\/strong> oder einen <strong>echten Mehrwert<\/strong> bieten k\u00f6nnen. Bei einem B2B-Kunden bietet es sich eventuell an, ihm k\u00fcnftig einen Teil der Vorarbeiten, die er bislang selbst leisten musste, abzunehmen. Endverbraucher freuen sich vielleicht \u00fcber eine fr\u00fchere Zusendung des Katalogs.<\/li>\n<li>Ein <strong>kleines Geschenk<\/strong>, das zudem die gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber dem Kunden ausdr\u00fcckt, kann nicht schaden. Das kann eine Flasche Wein, ein edles Notizbuch oder ein hochwertiges Reisegep\u00e4ck sein. Gr\u00f6\u00dfe und Wert des Geschenks orientiert sich an der Wichtigkeit des Kunden. Je besser Sie Ihren Kunden bzw. Ihren Ansprechpartner kennen, desto besser k\u00f6nnen Sie ein passendes Geschenk ausw\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Sie sollten jedoch <strong>nicht \u00fcbertreiben<\/strong>. Die Wiedergutmachung oder das bessere Angebot muss attraktiv und dabei gleichzeitig <strong>angemessen<\/strong> sein. Das hat erst in zweiter Linie etwas mit Rentabilit\u00e4t zu tun. Es geht vielmehr darum, sich nicht selbst zum Bittsteller zu degradieren und dadurch die eigene Wertigkeit herabzusetzen. Der Kunde soll schlie\u00dflich nicht aus Mitleid, sondern aus \u00dcberzeugung zu Ihrem Unternehmen zur\u00fcckkommen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><a name=\"umsetzung\"><\/a>Schritt 5: Kundenr\u00fcckgewinnung umsetzen<\/h3>\n<p>Sind die Planungen abgeschlossen, erfolgt der erste Kundenkontakt. Ob telefonisch oder mit einem Brief: Es sollte sehr pers\u00f6nlich geschehen. Wenn Sie sich trotz genauer Analyse nicht sicher sind, was Ihren Kunden letztendlich vergrault hat, bietet sich das Telefongespr\u00e4ch an, um vorsichtig nach den Beweggr\u00fcnden zu fragen. R\u00e4umen Sie dem Kunden dabei viel Zeit ein, damit er all seinen Unmut loswerden kann.<\/p>\n<p>Liegt die Ursache f\u00fcr die Abkehr auf der Hand, wird ein Brief unter Umst\u00e4nden als angenehmer empfunden, da sich der Adressat nicht sofort zu dem unterbreiteten Angebot \u00e4u\u00dfern muss.<\/p>\n<h3><a name=\"erfolgskontrolle\"><\/a>Schritt 6: Erfolgskontrolle durchf\u00fchren und Prozesse optimieren<\/h3>\n<p>Bei pers\u00f6nlichem Kontakt zeigt sich oft sehr schnell, ob der Kunde bereit ist, zur\u00fcckzukommen. Von Erfolg ist aber erst dann die Rede, wenn er tats\u00e4chlich kauft oder einen Auftrag erteilt. Wurde eine gr\u00f6\u00dfere Kundengruppe angesprochen, m\u00fcssen die Reaktionen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum beobachtet und analysiert werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung_feedback.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"td-modal-image aligncenter size-large wp-image-24086\" src=\"https:\/\/de.onlineprinters.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Kundenr\u00fcckgewinnung_feedback-1024x678.jpg\" alt=\"Eine Person in Anzug und Krawatte streckt den Daumen hoch und verk\u00f6rpert damit das Selbstbewusstsein erfolgreicher Kundenr\u00fcckgewinnung. Die Sonne scheint von rechts ein und erzeugt einen Lens Flare-Effekt, w\u00e4hrend der unscharfe Hintergrund den Fokus auf die selbstbewusste Geste und die formelle Kleidung lenkt.\" width=\"696\" height=\"461\" \/><\/a><\/p>\n<p>Alle Ergebnisse und R\u00fcckmeldungen sollten notiert und in der <strong>Kundendatenbank<\/strong> abgespeichert werden. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Sie dieses Feedback nutzen, um interne Prozesse oder die <a href=\"#praevention\">Pr\u00e4vention<\/a> zur Kundenr\u00fcckgewinnung zu verbessern. Denn die gewonnenen Erkenntnisse dienen auch dazu, die eigene Leistung so zu optimieren, so dass die Kunden keinen Anlass f\u00fcr einen Unternehmenswechsel sehen. Die Kundenr\u00fcckgewinnung kann dann auf ein Minimum reduziert werden, stattdessen greift die Kundenbindung.<\/p>\n<div class=\"custom-background-grey\"><strong>Quellen:<\/strong><a href=\"https:\/\/wirtschaftslexikon.gabler.de\">Wirtschaftslexikon Gabler<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.vertriebslexikon.de\">Vertriebslexikon<\/a><strong>Bildquellen:<\/strong><\/p>\n<p><span class=\"attribution_field hide-sm hide-md\">Gerd Altmann, rawpixel, geralt, qimono auf Pixabay; fauxels, Lukas via pexels.com; Elnur, Gajus, hvostik, Sammby, Stokkete via Shutterstock<br \/>\n<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehemalige Kunden sind in vielen F\u00e4llen relativ einfach davon zu \u00fcberzeugen, einem Unternehmen wieder ihr Vertrauen zu schenken. 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